Einzelhaltung, nein Danke!

 

Bitte denkt daran,Wellensittiche sind Schwarmtiere.Sie kommen aus Australien und leben dort in Schwärmen von mehr als 100 Vögeln.

Es sind sehr gesellige Tiere,die fast immer einen Ansprechpartner brauchen.Ein Mensch ist zwar auch ein Partner,aber er ist ein Mensch und kann nicht mit einem Vogel kommunizieren, er kann sich auch nicht den ganzen Tag vor den Wellensittich setzten.

Und was macht der Welli,wenn  Du auf Arbeit bist oder in Urlaub fährst oder gar ins Krankenhaus mußt? Er trauert,da er ja nicht weiß,ob Du wieder kommst.

Leider bringt dies für solch einen Vogel nur Stress und Stress macht den Vogel krank.Wenn er krank ist, kann er auch daran sterben.

Und dass wollen wir doch nicht!

Um Wellis Artgerecht zu halten,empfehle ich zwei oder mehr Wellis zu halten.Entweder z.B. bei zweien, zwei Hähne oder ein Pärchen.

Und ich würde jedem Raten, sich vor einem überstürzten Kauf erst einmal zu Informieren,was die Haltung und Fütterung dieser gefiederten Freunde angeht.Damit man sieht was alles so auf einem zukommt.Denn ein Welli kann 12-15 Jahre alt werden.

 

 

Handaufzucht,nein Danke!

 

Hier findet Ihr viele Antworten warum und weshalb man keine Handaufzucht machen sollte:

http://www.althan.tk/

 

Ich lehne die gewollte

Handaufzucht ab,

  • weil die Küken und die Elterntiere unter der viel zu frühen Trennung leiden
  • weil die Küken keine Chance haben, von ihren Vogeleltern das zu lernen, was ihrer Art entspricht, z. B. innerartliche Verhaltensweisen, Laut- und Körpersprache, sondern statt dessen auf den Menschen (fehl)geprägt werden
  • weil Handaufzuchten leicht zu lästigen Kletten werden, die ihrem Besitzer hinterherschreien, wenn sie ihn einen Augenblick aus den Augen verlieren
  • weil Handaufzuchten mit Eintritt der Geschlechtsreife dem Menschen gegenüber eher aggressiv werden als Naturbruten
  • weil bei der Handaufzucht oftmals Fehler gemacht werden, die sich auf die Gesundheit der Vögel auswirken können
  • weil die "zahme kuschelige Handaufzucht" als Werbemittel dient, um insbesondere unerfahrene Anfänger zu beeindrucken. (Naturbruten werden genauso zahm)
  • weil Handaufzucht, außer in Notfällen, einfach unnötig ist

 

 

 

Käfig und Einrichtung:

Der Käfig sollte so groß wie möglich sein und länger als hoch sein, um auch ein Fliegen zu ermöglichen. Er sollte mit Querstreben und einem flachen Käfigdach zum Klettern ausgestattet sein.
Runde Käfige würde ich auf keinen Fall empfehlen, das sie den Vögeln weder genügend Möglichkeiten zum Klettern, noch zum Fliegen bieten. und durch die nicht vorhandene Ecken haben sie keinen Orientierungssinn.

Die Maße des Käfigs sollte für zwei Wellensittiche mindestens
1,0 Lx 0,5 Bx 0,5 H betragen und die Gitterstäbe sollten nicht weiter als 1,2cm auseinander liegen.

 

Naturäste zum Sitzen und Beknabbern:

Die Sitzgelegenheiten sollte möglicht aus unterschiedlich dicken Ästen oder Zweigen bestehen,damit die Fußmuskelatur erhalten bleibt und nicht verkümmert.

Erle, Linde, Eberesche,Pappel, Weide, Obstbäume, Birke, Ahorn, Ulme, Buche,Haselnuss, Korkenzieherstauch, Walnuss, Kastanie, keine Zierobstäste. Pflaumen-oder Zwetschenbaumäste sollen wegen der Säure nicht gut sein.

Alle Sitzäste sollten ungespritzt sein und nicht von Bäumen welche direkt an vielbefahrenen Straßen stehen.
Am besten die Äste gut mit warmen Wasser und einer Bürste abschrubben und dann trocknen lassen. Lasst vorhandene Blätter an den Ästen dran Eure Vögel werden mit Freude die vorhandenen Blätter beknabbern und haben somit auch eine tolle Beschäftigung.

 

Spielzeug für Wellis:

  • Naturholzspielzeug, welches auch selbstgebaut werden kann wie z.B.aus Zweigen
  • Sitzstangen aus kleinen Zweigen oder Ästen
  • Dicke Seile aus Sisal oder Hanf
  • Holzschaukeln
  • Gitterbällchen mit Glöckchen
  • Auf keinen Fall ein Spiegel oder Plastigvögel in den Käfig hängen (Vogel kann Verhaltungsstörungen bekommen durch nicht erwiderte Liebe,Kropfentzündungen durch ständig hochwürgendes Futter sind oft die Folge.

 

Geeignete Zimmerpflanzen:

Neben vielen giftigen, und daher für das Freiflugzimmer der Vögel ungeeigneten Zimmerpflanzen, gibt es durchaus auch Pflanzen, die für die Vögel ungefährlich sind.

Wie z.B.:

  • Australischer Flaschenbaum (Brachychiton rupestris)
  • Bambus (Phyllostachys spp.)
  • Bananenpflanze (Musa spp.)
  • Bergpalme (Chamaedorea elegans) 
  • Blaues Lieschen (Exacum affine)
  • Frauenhaarfarn (Adiantum spp.)
  • Frauenschuh (Cypripedium calcedus)
  • Geweihfarn (Platycerium bifurcatum)
  • Gloxinie (Sinningia-Hybriden)
  • Golliwoog (Callisia repens)
  • Jasmin (Jasminum spp.)
  • Kamelie (Camellia japonica)
  • Katzengras (meist Weizen, Triticum spp. L.)
  • Kentia Palme (Howea forsteriana)
  • Kokospalme (Cocos nucifera)
  • Lycaste-Orchidee (Lycaste spp.)
  • Pantoffelblume (Calceolaria spp.)
  • Pellefarn (Pellaea rotundifolia)
  • Phoenixpalme (Phoenix canariensis)
  • Schamblume (Aeschynanthus speciobus)
  • Schildfarn (Polystichum spp., Cyrtomium spp.)
  • Schusterpalme (Aspidistra elatior)
  • Schwertfarn (Nephrolepsis spp.)
  • Streifenfarn (Asplenium nidus)
  • Tigerorchidee (Odontoglossum spp.)
  • Zimmerahorn (Abutilon spp.)
  • Zimmerbambus (Pogonatherum paniceum)
  • Zyperngras (Cyperus spp.)

Neben diesen Zimmerpflanzen kann man auch Küchenkräutern im Vogelzimmer aufstellen. Oder man sät Wellensittichfütter in kleinen Töpchen aus,sieht witzig aus und die Wellis erfreuen daran.

 

Giftige Zimmerpflanzen:
Viele Zimmerpflanzen, die in unseret Wohnung stehen, sind für Wellensittiche mehr oder weniger giftig.

Dies ist besonders gefährlich, weil Wellensittiche für ihr Leben gerne alles benagen.Auch wenn sich nach dem beknabbern an einer Pflanze, nicht sofort das Befinden eines Wellis verschlechtert, kann dieses mit der Zeit zu Gesundheitsschäden führen. Am besten man stellt solche Pflanzen in ein anderes Zimmer,wo die Wellis nicht ran kommen.
Hier nur einige zu nennen:

  • Alpenveilchen (Cyclamen spp.)
  • Begonie (Begonia spp.)
  • Bogenhanf (Sansevieria spp.)
  • Christusdorn (Euphorbia milii)
  • Drachenbaum (auch Palmlilie genannt)
  • Dieffenbachie (Dieffenbachia spp.)
  • Dipladenia (Diplandenie)
  • Efeu (Hedera spp.)
  • Einblatt (Spathiphyllum spp.)
  • Fensterblatt (Monstera deliciosa)
  • Flamingoblume (Anthurium spp.)
  • Gummibaum-Arten (Ficus spp.)
  • Klivie (Clivia miniata)
  • Korallenbäumchen (Solanum pseudocapsicum)
  • Oleander (Nerium oleander)
  • Passionsblumen-Arten (Passiflora spp.)
  • Philodendron (Philodendron spp.)
  • Schefflera (Schefflera spp.)
  • Stechpalme (Ilex spp.)
  • Tabakpflanze (Nicotania)
  • Usambaraveilchen (Saintpaulia spp.)
  • Wandelröschen (Lantana camara)
  • Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)
  • Yucca (Yucca spp.)
  • Zimmerimmergrün (Catharanthus roseus)

Eine ebenfalls sehr beliebte Zimmerpflanze ist der Ficus. Davon gibt es die verschiedensten Arten wie z.B. den Gummibaum, die Birkenfeige (Ficus Benjamina), der Feigenbaum, der Kletterficus (auch Kletterfeige genannt), usw. Diese Ficuspflanzen gehören zur Gattung der Maulbeerbaumgewächse. Ihr Milchsaft enthält u. a. flavonoide Verbindungen und Furocoumarine. Diese können zu Irritationen der Haut und Schleimhäute, sowie Erbrechen und Durchfall führen. In größeren Mengen kann es sogar zu Lähmungen und Krämpfen bis hin zum Tod kommen.

Sämtliche Kakteenarten sollte man den Wellis zu liebe auch aus dem Freiflugzimmer entfernen,da sie sich daran verletzten könnten.